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Olivier Messiean
Olivier Messiean

Literatur

  • Rössler, Almut: Beiträge zur geistigen Welt Olivier Messiaens. Mit Originaltexten des Komponisten. Duisburg, Gilles & Francke, 1984
  • Hill, Peter & Simeone, Nigel. Übers. v. Irgang, Birgit: Messiaen. Schott Music, 2007

Biografie

Am 10. Dezember 1908 wird Olivier Eugène Prosper Charles Messiaen in Avignon geboren. Sein Vater, Pierre Messiaen, ist Englischlehrer und Shakespeare-Übersetzer. Seine Mutter, Cécile Messiaen, geborene Sauvage, ist Dichterin.

Es finden Umzüge mit der Familie nach Auvergne, Grenoble, Nantes und Paris statt. Schon in der frühen Kindheit zeigen sich starke Hinwendungen zum Katholizismus und er vollendet erste Kompositionen.

Von 1919 bis 1930 studiert er am Pariser Conservatoire: Klavier, Orgel, Schlagzeug und Komposition. Wichtige Lehrer sind Jean und Noël Gallon, Paul Dukas oder Marcel Dupré.

Seine erste gedruckte Komposition ist 1930 das Orgelstück DIPTYQUE. Seit 1931 bis in sein Todesjahr ist Messiaen Organist der Pariser St.Trinité. 1932 heiratet er die Geigerin und Komponistin Claire Delbos. 1935 komponiert er den Orgelzyklus' LA NATIVITÉ DU SEIGNEUR, den er als besonders charakteristisch für sein musikalisches Denken bezeichnet.

1936: unter anderem mit André Jolivet Gründung der Gruppe "La jeune France".
1937: Geburt des Sohnes Pascal.

Ab den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entsteht der Großteil von Messiaens umfangreichem Werk in der ländlichen Abgeschiedenheit des Ferienhauses in Petichet (Werke für Klavier, Orgel, Kammermusik, Chor, Lieder, Werke für Orchester, eine Oper).

1939 bis 1941: Kriegsteilnehmer
1940/41: Kriegsgefangener in einem Lager bei Görlitz (hier Komposition und Uraufführung des QUARTOUR POUR LA FIN DU TEMPS).

Ab 1942 Unterricht am Pariser Conservatoire (musikalische Analyse). Nach Kriegsende wird Messiaens Musik einerseits sehr großformatig (Turangalîla-Sinfonie), andererseites spekulativ und konstruktiv-rational.  Mit dem Klavierstück MODE DE VALEURS ET D'INTENSITÉS wird er geradezu zum Vater der damaligen Avantgarde.

1947: Professor für Komposition am Conservatoire. Verstärktes Interesse an Vogelgesängen.
1959: Tod von Claire Delbos.
1961: Heirat mit der Pianistin Yvonne Loriod.

Bis zu seinem Tod am 27. April 1992 schafft er ein ungeheuer großes kompositorisches Werk, das alle Gattungen klassischer Musik umfasst und sich zunehmend weniger einer stilistischen Richtung zuordnen lässt.

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