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Prof. Almut Rößler
Prof. Almut Rößler

Literatur

  • Almut Rößler, 30 Jahre Kantorin an der Johanneskirche, Herausgeber: Ev. Kirchenkreisverband Düsseldorf Ev. Düsseldorf 1997
  • ...es blüht hinter uns her. Festschrift für Almut Rößler, Herausgeber: Jörg Abbing, Verlag Dohr, Köln 2007

Prof. Almut Rößler

Prof. Almut Rößler ist Kirchenmusikdirektorin in Düsseldorf und Professorin an der dortigen Robert-Schumann-Hochschule. Sie hat sich als Messiaen-Interpretin über viele Jahre einen Namen gemacht. Ihre umfangreichen Kenntnisse beruhen auf einer langjährigen engen Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Seinen Zyklus "Méditations sur la mystère de la Sainte Trinité" brachte sie 1972 zur europäischen Uraufführung, das Werk "Livre du Saint Sacrement" wurde von ihr 1986 in den USA uraufgeführt und ebenfalls erstmalig in Europa gespielt.
Almut Rößler studierte Orgel-, Klavier- und Kirchenmusik bei Michael Schneider in Detmold und bei Gaston Litaize in Paris (Orgel), bei Hans Richter-Haaser (Klavier) und Kurt Thomas (Dirigieren). Das Studium schloss sie mit dem Staatsexamen für Kirchenmusik ab. In ihrer Laufbahn gab sie Konzerte in ganz Deutschland, den meisten europäischen Ländern, USA, Kanada, Japan, Korea und Israel, unter anderem in der Berliner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, der Royal Festival Hall London, der Osaka Symphony Hall in Japan sowie bei den Messiaen-Konzerten in der Kirche St. Trinité, Paris.

Radio und Fernsehaufnahmen erfolgten unter Anderem bei der BBC, bei NHK in Tokio, Radio France, PBS in Boston und bei fast allen deutschen Rundfunkanstalten.

Sie wirkte als Künstlerin und künstlerische Leiterin bei diversen bedeutenden Festivals und Musikfesten mit, darunter die Düsseldorfer Messiaen-Feste 1968, 1972, 1979 und 1986. In Düsseldorf kann sie auch auf eine 30-jährige Tätigkeit als Kantorin zurück blicken. Sie gründete und leitete die Johannes-Kantorei von 1967 bis 1997. Mit ihr führte sie neben den großen Oratorien von Bach auch Chor- und Orchesterwerke u. A. von Martin, Franck und Boulanger auf.

Vorträge, Seminare und Gastunterricht über Interpretation und Registrierung deutscher und französischer Orgelmusik führten Almut Rößler bis in die Gegenwart an zahlreiche europäische Musikhochschulen, aber z.B. auch an die Yale University (USA), ans Kobe College (Japan) und an die Yonsei University Seoul (Korea). Unter ihren Auszeichnungen hervor zu heben wären der Deutsche Schallplattenpreis 1973 für die Einspielung von Messiaens "Méditations sur la mystère de la Sainte Trinité", die Ernennung zum "Chevalier dans l’Ordre des Palmes Académiques" 1981 in Frankreich, die Wahl zum "Organist of the Year" an der University of Michigan 1986. In Anerkennung ihrer Verdienste um Musik und Völkerverständigu ng wurde ihr 1994 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Bis in die jüngste Zeit spielte Almut Rößler Orgelwerke für neue CD-Produktionen ein, so 2004 die "Achtzehn Leipziger Choräle" von J. S. Bach, aufgenommen in der Thomaskirche zu Leipzig. Messiaens Gesamtwerk wurde von ihr mehrmals eingespielt. Bis heute ist sie die wohl bedeutendste Interpretin seiner Orgelmusik geblieben.

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